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Taken For Stranger Ausstellungsreihe von einzelnen Positionen zeitgenössischer Kunst 2010-03-28T14:01:00Z WordPress http://www.takenforstranger.com/feed/atom/ gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.12]]> http://www.takenforstranger.com/?p=385 2010-03-28T14:01:00Z 2010-03-18T14:50:09Z

Dienstag 23.03.10

No.12:

AMIR FATTAL (Installation, Fotografie, Video)

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Nach Jahren der künstlerischen Korrespondenz aus der homosexuellen Szene, mit der er Aufsehen erregte und unter anderem den GASAG - Förderpreis erhielt; erweitert Amir Fattal (*1978) seit einiger Zeit den Fokus seiner Arbeit.

Das Leben in der Stadt Berlin, schon länger sein gewählter Wohnsitz; hinterlässt als Prozess vielfache materialisierte Spuren und Strukturen, welche für ihn die Grundlage für neue Themenfindungen bieten. Sein besonderes Interesse gilt hierbei Sammlungen von Relikten einzelner Personen wie z.B. wissenschaftliche Archive oder Nachlassverwaltungen wie z.B. Möbellager, entstanden aus Haushaltsauflösungen. Hier finden die Spuren von Einzelschicksalen, zusammengefasst nach gemeinsamen Merkmalen zu einer Synthese, welche eine allgemeingültige Relevanz auf den Zustand Leben in der Stadt hat. Diese Systeme oszillieren im Kontrast von der Empfindung zum einzelnen Mitmenschen zu der generalisierten Existenz aller Bewohner. Amir Fattal gelingt es, dieses Spannungsfeld in Form von Installationen, Objekten und Fotos in den Ausstellungsraum zu transferieren. Hierbei inszeniert er eine strenge Formensprache und Lichtgebung bewusst monumentalisierend, was dem Betrachter die Möglichkeit einer Reflexion gibt, welche vom „verlebten“ Detail des Monuments bis zu seinen eigenen Bedingungen in dieser Stadt reicht.

www.amir-fattal.com

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “Hole as complete”, diverse Materialien, 40 × 50 cm, 2010

Amir Fattal, “Hole as complete”, diverse Materialien, 40 × 50 cm, 2010

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.11]]> http://www.takenforstranger.com/?p=367 2010-03-21T19:00:35Z 2010-02-18T14:38:00Z

Dienstag 23.02.10

No.11:

POSITION (Installation, Interaktion)

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Die ersten Worte auszusprechen fällt am schwersten. Wenn der Scheinwerfer angeht, er nicht mehr sehen kann, wer ihm gegenübersteht und er keinen Fluchtweg mehr sehen kann.

“Das haben alle gemeinsam: der Theaterschauspieler, der unmittelbar vor Beginn des Stücks auf der Bühne steht und auf seinen Einsatz wartet. Der Häftling, der auf seiner Flucht vom Suchscheinwerfer erfasst wird. Oder der, der beim Ausgehen einen Moment vom Licht angestrahlt wird und somit für den Rest der Ausgehenden sichtbar wird.“

Sich im Zwielicht des Clubs oder dem Kerzenschein der Bar sicherer zu fühlen als im grellen Licht, und das, obwohl er sich genau deswegen in Schale geworfen hat; die neueste Klamotte fürs Wochenende aufgehoben, die Haare zurückgeworfen hat. Um dann alles verstecken zu wollen. Die zwei Bier zuviel, das mittlerweile fleckig gewordene Hemd und die fettig gewordenen Haare. Doch dann wird er doch immer wieder vom immer wiederkehrenden Lichtkegel ins Zentrum des Raumes gestellt. Jeder sieht ihn, nur er sieht niemanden, ist vom Licht geblendet…und im nächsten Moment dann wieder die gewohnte Dunkelheit, andere stehen für Augenblicke im Mittelpunkt und er kann wieder nur Beobachter sein.

Lukas Juretko

www.positionen.org

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

Position, “APPARTEMENT, Prenzlauer Allee”, Installation, diverse Materialien, 2010

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No. 10]]> http://www.takenforstranger.com/?p=344 2010-02-18T14:36:32Z 2009-12-02T11:17:03Z

Dienstag 08.12.09

No.10:

MIKE BOURSCHEID (Installation, Fotographie, Video)

Mike Bourscheid, “Roussy-le-village”, C-print, 2009

Mike Bourscheid, “Roussy-le-village”, C-print, 2009

Mike Bourscheid hat das Gebiet seiner künstlerischen Auseinandersetzung vorerst gefunden. Es liegt direkt vor seiner luxemburgischen Haustür. Zur Hälfte seiner Zeit wohnhaft in Berlin wegen seines Studiums in der Klasse von Prof. Lothar Baumgarten an der Universität der Künste; verbringt er die andere Hälfte in Luxemburg, seiner Heimat. Dort entstehen seine Arbeiten. Die Bedingungen des Landes  bieten ihm immer wieder Anlässe zur genauen Beobachtung und künstlerischer Reaktion. So kommt es nicht von ungefähr, dass ein Großteil seines Werkes Fotographien sind, die direkte Art einen Zustand festzuhalten. Allerdings geht es dabei immer über das rein Dokumentarische hinaus. Die Aufnahmen sind mit präzisem Bewusstsein für die Situation des Motivs komponiert und in der Entwicklung zusätzlich nachbearbeitet. Oft sind die Motive auch komplett inszeniert. Wichtige Momente werden nachgebaut, in den Mittelpunkt gerückt und pointiert verstärkt, bevor sie zum Foto werden. Ähnlich verfährt der Künstler mit seinen Installationen. Auch hier arrangiert er signifikante Objekte wie Wohnwagen, Holzhütten, Mottenfallen oder Kuckucksuhren in spezieller Konstellation, unterstreicht allerdings durch Filme oder maschinelle Abläufe das Prozessuale des Zusammenspiels. So generiert er andere Formen von Erzählungen, welche im Vergleich zu den Fotographien, eine jeweils eigene Zeit offenbaren.

Der Betrachter wird in eine Welt eingeführt, deren genormte, abgeschlossene, und gerade deswegen seltsam vertraute Oberfläche immer wieder durch besondere Details oder Momente gebrochen wird, welche oft ins Irreale zu führen scheinen.

Mike Bourscheid, “Angler”, C-print, 2009

Mike Bourscheid, “Angler”, C-print, 2009

Mike Bourscheid, “Nyctalopia” C-print, 2009

Mike Bourscheid, “Nyctalopia” C-print, 2009

Mike Bourscheid, “49°26'N.6°7'O,6:22”, Videoinstallation, 2009

Mike Bourscheid, “49°26′N.6°7′O,6:22”, Videoinstallation, 2009

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[Special]]> http://www.takenforstranger.com/?p=298 2009-11-12T22:10:52Z 2009-11-04T00:01:57Z

Dienstag 10.11.09

‘Taken For Stranger’ Special

George says: No Martini, no Party!

(präsentiert von Malycha & Muche)

George says: No Martini, no Party!

Malycha & Muche
präsentieren

George says: No Martini, no Party!

(Taken for Stranger Special)

André Butzer, Björn Dahlem, David Evison, Valérie Favre, Andrew Gilbert, Stefanie Gutheil, Thomas Helbig, Nicolai Huch, Marcel Hüppauff, Orlando Mostyn-Owen, Jan Muche, Humberto Poblete-Bustamante, Benja Sachau, Adam Saks, Johannes Weiss, Thomas Winkler, Ulrich Wulff, Michael Wutz, Maeghan Reid

George says: No Martini, no Party!

Ausstellungsansicht

George says: No Martini, no Party!

Ausstellungsansicht

George says: No Martini, no Party!

Ausstellungsansicht

George says: No Martini, no Party!

Ausstellungsansicht

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.9]]> http://www.takenforstranger.com/?p=273 2009-10-25T13:01:17Z 2009-10-12T13:46:14Z

Dienstag 20.10.09

No.9:

FLURIN BISIG (Skulptur)

Flurin Bisig, Ohne Titel (kleine Konstruktion, hängend), Holz, Aluschiene, teilweise bemalt, 250 × 50 × 40 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel (kleine Konstruktion, hängend), Holz, Aluschiene, teilweise bemalt, 250 × 50 × 40 cm, 2009

Skulptur als Ergebnis eines empirische Prozesses

Ich hatte als Schreiber sehr selten das Gefühl Worte sind in der Annährung, Eingrenzung von Kunst so überflüssig wie bei dem skulpturalen Werk von Flurin Bisig. Das liegt nicht an meinem fehlenden Zugang, sondern am Wesen der Arbeiten in ihrer Gesamtheit betrachtet. Dennoch werde ich versuchen, einige Dinge darzulegen.
Um es kurz negativ auszudrücken: die Arbeit wird nicht aus einer vorher feststehenden Idee konzipiert und aus einem einheitlichen Material erarbeitet. Sie setzt sich höchstens beiläufig mit gesellschaftlichen Problemfeldern auseinander. Sie arbeitet nicht mit neuen Medien. Sie ist nicht ortspezifisch oder fest installiert.
Um es einmal lang positiv auszudrücken: Die grundsätzliche Idee ist das Vertrauen in die Empirie. Die gründliche Entwicklung durch real gemachte Erfahrung und die Erkenntnis daraus. Das hat diese Folgen: Als Ausgangsmaterial kann vieles fungieren: Gefundenes, Gekauftes oder Gebautes, also künstlich Hergestelltes oder natürlich Entstandenes. Die Art, die Form und die Größe spielt erstmal eine untergeordnete Rolle, alles kann zur Verwendung gelangen. Man kann es teilen, umbauen, zusammenfügen, hinstellen oder aufhängen. Die Oberflächen schleift oder lackiert man am besten, man könnte sie natürlich auch abnehmen oder einpacken. Als Farbträger kann da alles dienen, was eine Farbe hat, also alles. Die einzelnen Elemente kann man beliebig kombinieren, so entsteht irgendwann die Gesamtform. Der Sockel kann dabei mit zur Skulptur werden oder ihr zurückhaltender Träger, oder Beides. Er kann auch völlig wegfallen. Die Formensprache kann sich aus Fundus der Kunstgeschichte speisen oder auch nicht. Wenn sie es tut, kann das auf ernsthafte oder ironisierende Art geschehen.

Diese allgemeine Offenheit in der Wahl und im Umgang mit dem Material führt keineswegs zu unentschlossenen, schwachen Arbeiten. Vielmehr wird sich durch diesen langen Prozess, unter genauem Hinsehen und Probieren das Material zum ausgestellten, tief hinterfragtem Objekt verdichtet haben. Dieses Objekt wird bleiben oder verändert, an anderer Stelle wieder auftauchen. Das entspannte, sehr bewusste Vertrauen in diese Offenheit, welches so unzeitgemäß erscheinen mag, da vielerorts mit geschlossener Konzeption nach länger haltbarem Sinn gefahndet wird; ist Leitmotiv von Flurin Bisig, und macht die Qualität seiner Arbeiten aus. “Taken for Stranger“ stellt sie in Ausgabe No. 9 vor.

Flurin Bisig, Ohne Titel (kleine Konstruktion, hängend), Holz, Aluschiene, teilweise bemalt, 250 × 50 × 40 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel (kleine Konstruktion, hängend), Holz, Aluschiene, teilweise bemalt, 250 × 50 × 40 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Eisengitter, Draht, teilweise bemalt 47 × 155 × 37 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Eisengitter, Draht, teilweise bemalt 47 × 155 × 37 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Stahl, Draht, teilweise bemalt 150 × 200 × 60 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Stahl, Draht, teilweise bemalt 150 × 200 × 60 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Stahl, Draht, teilweise bemalt 150 × 200 × 60 cm, 2009

Flurin Bisig, Ohne Titel, Holz, Stahl, Draht, teilweise bemalt 150 × 200 × 60 cm, 2009

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admin <![CDATA[No.8]]> http://www.takenforstranger.com/?p=244 2009-09-23T13:05:22Z 2009-09-03T10:50:27Z

Dienstag 08.09.09

No.8:

JESSICA BUHLMANN (Malerei, Zeichnung)

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Zwei Fragen zur Malerei, eine Polemik der Klischees, einige sehr persönliche Thesen und die Vorstellung einer Künstlerin:

Was ist “reine” Malerei?

In der “reinen” Malerei ist die ausschließliche Auseinandersetzung mit den Grundelementen Farbe, Form und Material, Thema und Inhalt des Bildes. Die Folge muss eine eigenständige Formensprache des Bildes im Vergleich zur Realität sein. Die Formen sind also abstrakt. Denn nur wenn sich die Formen der Abbildung eines “externen”, genau zu spezifizierenden Gegenstandes entziehen, sind sie eben “nur” diese Farbflächen, mit aller ihrer Berechtigung auf Existenz und verweisen nicht auf Inhalte außerhalb der Malerei. Dieses selbstreflexive System bedeutet allerdings in keinem Falle Wirklichkeitsferne. Vielmehr ist es durch die Grundgesetze des Visuellen tief in der Wirklichkeit verortet, es etabliert seine eigene Welt in der gemeinsamen Realität. Gerade die elementare Formensprache lässt eine Vielzahl von Assoziationen und persönlichen Präferenzen zu und führt zu einer Erweiterung der Bedeutung des Bildes.

Es stellt sich die Frage, wer die selbstreflexive Formensprache eines “reinen” Bildes definiert, schließlich kann sich ein Bild ja nicht selber malen. Hier wird die Rolle des Künstlers wichtig, er legt die Gestaltungsprinzipien fest, nach welcher Art auch immer. Der objektive Anspruch muss hier subjektiv gelenkt seinen Weg zur Verwirklichung finden.

Die fruchtbare Grundkonstellation hat “reine” Malerei in unzähligen Spielarten der Moderne und Postmoderne etabliert. (Konstruktivismus, Suprematismus, abstrakter Expressionismus, konkrete Malerei, hardedged-painting…) “Rein” soll in diesem Falle nicht elitär- wertend verstanden werden, also in keiner Weise als Standard für die Qualität eines Bildes. Es steht vielmehr für die Art und das Zusammenspiel der bildnerischen Elemente.

Was ist “gute” Malerei?

“Gute” Malerei zeichnet sich durch zweierlei aus:
Erstens ergeben alle Elemente des Bildes ein konsequentes Zusammenspiel, welches sich der Betrachter erschließen kann. Eine Ausführung an dieser Stelle wäre zu komplex, denn das Zusammenspiel basiert auf vielen Faktoren. Ich hoffe, der geneigte Leser hat schon einmal vor so einem Bild gestanden und weiß, wovon die Rede ist.

Zweitens haben sich bis heute gültige Werke immer einen neuen Standort auf dem “Feld Malerei” erschaffen. Es wurde eine weitere Form von Malerei in das kulturelle Gedächtnis einge eingeführt und damit das Feld erweitert. Den gleichen Anspruch muss auch aktuelle Kunst erfüllen. Sie muss etwas Neues, Anderes bringen, überraschen, eigenständig sein. Kurz: sie muss sich durch Frische auszeichnen. Für einige der Zwang der Moderne, für viele Gütesiegel einer Arbeit. Natürlich hängt die “Frische” von dem “Seherfahrungsschatz” des Betrachters ab, ist also subjektiv. Ich wage die Behauptung, dass es schwieriger ist, einen langjährigen Kunst- Rezipient. durch eine Arbeit in überraschte Begeisterungsstürme zu versetzen, als jemand visuell “unbenetzten” zutiefst zu beeindrucken, welcher die ersten, unvergesslichen Erfahrungen in Sachen Kunst macht.

Jessica Buhlmanns neuere Arbeiten stehen für das vorher Gesagte. Die Künstlerin konstruiert im offenen Prozess ein Spannungsfeld aus in einander greifenden, geschichteten Farbflächen. Obwohl entfernte Anklänge an Landschaft oder Architektur spürbar sind, konstituiert ihrer Malerei eine autonome Welt, welche viele Fragen aus sich heraus beantwortet und einfach zum Sehen einlädt. Im APPARTEMENT hat die Künstlerin diesmal einen eher ungewöhnlichen Untergrund gewählt, der die Möglichkeiten eines neuen Betrachtens ihrer Malerei einfordert und unsere Vorfreude auf die No.8 der “Takenforstrangers”-Serie noch vergrößert.

www.loop-raum.de

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

Jessica Buhlmann,“83 chambers”, Acryl auf Wand, 2009

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.7]]> http://www.takenforstranger.com/?p=213 2009-08-25T20:19:04Z 2009-07-21T16:47:16Z

Dienstag 28.07.09

No.7:

KATJA KOLLOWA (Video, Objekt, Zeichnung)

Katja Kollowa, "Pinsel", "Leinwand", "Farbe" (Ausstellungsansicht), 2009

Katja Kollowa, “Pinsel”, “Leinwand”, “Farbe” (Ausstellungsansicht), 2009

Der Holzblock auf Rädern steht schon länger an der Stelle, während am Rand der Stein gemahlen wird. Drinnen ist alles ruhig. Ein flimmernder Monitor zeugt von dem gelungenen Versuch eines roten Rennfahrers eine Mauer zu durchbrechen; weiter hinten künden die ausufernden und akribischen Gedächtnispapiere von den Tagen der Maschinen, daneben eine große Landkarte für Insider und Farbseher.

Ein Pinsel betritt den Raum und beginnt seine konzentrierte, fokussierte Tätigkeit. Auch eine autonome Leinwand macht es sich in der Nähe bequem und hängt sich auf. Alles wartet und hofft auf die Farbe.

Plötzlich stürzt die linke Fassade komplett ein, bildet einen begehbaren Steinbogen auf dem Feld, fast wie Richard Long, nur im Ergebnis zufällig. Katja Kollowa erscheint und richtet die Mauer wieder auf. Sie hat mal wieder gute Laune.

www.klassebadur.de

Katja Kollowa, "Pinsel", "Leinwand", "Farbe" (Ausstellungsansicht), 2009

Katja Kollowa, “Pinsel”, “Leinwand”, “Farbe” (Ausstellungsansicht), 2009

Katja Kollowa, “Pinsel” (Filmstill),  Analogfilm auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, “Pinsel” (Filmstill), Analogfilm auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, “Leinwand” (Filmstill), HD-Film auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, “Leinwand” (Filmstill), HD-Film auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, “Farbe” (Filmstill), HD-Film auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, “Farbe” (Filmstill), HD-Film auf DVD, 4:3, 4.05 min, 2009

Katja Kollowa, ohne Titel, Betonziegel, Zement, CD mit Drumsound, 30×30×30 cm, 2009

Katja Kollowa, ohne Titel, Betonziegel, Zement, CD mit Drumsound, 30×30×30 cm, 2009

Katja Kollowa, ohne Titel, Betonziegel, Zement, CD mit Drumsound, 30×30×30 cm, 2009

Katja Kollowa, ohne Titel, Betonziegel, Zement, CD mit Drumsound, 30×30×30 cm, 2009

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.6]]> http://www.takenforstranger.com/?p=185 2009-07-22T17:47:37Z 2009-06-04T15:47:33Z

Dienstag 09.06.09

No.6:

JAVIER HINOJOSA (Installation, Skulptur)

Javier Hinojosa, "Ephemeral Traps - Permanent Consequences", Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa, “Ephemeral Traps - Permanent Consequences”, Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa ist ein aus Mexiko stammender Bildhauer und weilt im Rahmen eines Solitude- Stipendiums seit einem Jahr in Deutschland. In seinen Arbeiten setzt er sich verstärkt mit urbanen Lebensumständen, im Speziellen mit denen seiner Geburtsstadt Mexico City, auseinander. So stammen die verwendeten Materialien und Bestandteile seiner Skulpturen und Installationen  meist aus dem Inventar des alltäglichen Lebens, wie Beton, Matratzen, Eimer, Plastikflaschen, um nur einige zu nennen. Seine besondere Art diese Bestandteile zu kombinieren, sie darüber hinaus in physikalische Spannung zu setzen und die Bedingungen des Ausstellungsraumes bewusst zu nutzen, offenbart eine inhärente, überraschende Poesie der verwendeten Dinge. Dabei zeugt die formale und inhaltliche Präsenz der Arbeiten immer von  ihrer Herkunft und verweist auf alltägliche, menschliche Aktivitäten in ihrem gegebenen Umfeld.

In Berlin wird er mit der dritten Installation aus der Reihe „Ephemeral Traps- Permanent Consequences“ die Projekträume des APPARTEMENTS intervenieren. Diese Reihe thematisiert  anschaulich die Eigenarten mexikanischer Baustellen: ihre Konstruktion, ihre Prozesshaftigkeit und ihre Wirkung auf die Umgebung.

www.hinojosajavier.blogspot.com

Dank an Kerstin Meyer und der Akademie Schloss Solitude.

sloitude

Javier Hinojosa, "Ephemeral Traps - Permanent Consequences", Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa, Ohne Titel, diverse Fotografien, 21 × 29,7 cm

Javier Hinojosa, "Ephemeral Traps - Permanent Consequences", Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa, “Ephemeral Traps - Permanent Consequences”, Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa, "Ephemeral Traps - Permanent Consequences", Beton, Holz, 2008

Javier Hinojosa, “Ephemeral Traps - Permanent Consequences”, Beton, Holz, 2008

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.5]]> http://www.takenforstranger.com/?p=156 2009-06-03T17:41:08Z 2009-05-21T16:37:37Z

Dienstag 26.05.09

No.5:

GABRIEL BRAUN (Installation, Objekte)

Gabriel Braun, “Stern”,120 × 120 cm,  Neonröhren, Vorschaltgeräte und Epoxydharz, 2008

Gabriel Braun, “Stern”, 120 × 120 cm,  Neonröhren, Vorschaltgeräte und Epoxydharz, 2008

Was würde passieren, wenn man spezifische Eigenschaften der Malerei und Zeichnung wie Linie, Schichtung von Farbe, Farbwirkung und Oberfläche in den Raum stellt und zu entscheidenden Merkmalen der Skulptur macht? Welche Form kann ein freistehendes Objekt besitzen, um malerischen und zeichnerischen Fragestellungen „Grund“ zu geben?

Die Objekte von Gabriel Braun folgen dieser Frage konsequent. Die besondere Beschaffenheit ihrer Oberflächen, ihre differente Farbgebung und ihre Formensprache ziehen Parallelen zur Malerei und Zeichnung. Denn och behaupten sie ihren Charakter als Objekt. Ihre Mehransichten  implizieren eine Bewegung des Betrachters und ihre farbigen Reflexionen  und Schattenwürfe integrieren den Ausstellungsraum.

Die Formgebung verweist auf  Grundstrukturen unserer täglichen Umwelt, seien es Häuserformen oder geometrische Körper, welche an Kristalle oder Kuben erinnern.  Leuchtobjekte nehmen eine besondere Stellung im Oeuvre ein. Ihre technischen Bestandteile Neonröhren, Vorschaltgeräte, Kabel und Halterungen fungieren als formalen Mittel und werden zur räumlichen Zeichnung. Ihre artifizielle Intensität und scheinbare Losgelöstheit strahlen in den Ausstellungsraum und laden ihn mit Irrealitäten. Momente von Wetterphänomen und Korridorflimmern etablieren eine atmosphärische Situation.

Vielleicht gilt auch heute noch die Feststellung, dass sich die interessantesten Arbeiten irgendwo zwischen Malerei und Skulptur verorten.

www.gabrielbraun.de

Gabriel Braun, “dreiecke”, 35 ×28 cm, Wachs und Pigment , 2008

Gabriel Braun, “dreiecke”, 35 ×28 cm, Wachs und Pigment , 2008

Gabriel Braun, “dreiecke”, 35 ×28 cm, Wachs und Pigment , 2008

Gabriel Braun, “dreiecke”, 35 ×28 cm, Wachs und Pigment , 2008

Gabriel Braun, “Stern”,120 × 120 cm,  Neonröhren, Vorschaltgeräte und Epoxydharz, 2008

Gabriel Braun, “Stern”, 120 × 120 cm,  Neonröhren, Vorschaltgeräte und Epoxydharz, 2008

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gabriel http://www.gabrielbraun.de <![CDATA[No.4]]> http://www.takenforstranger.com/?p=118 2009-06-03T17:39:53Z 2009-04-15T16:29:56Z

Dienstag 21.04.09

No.4:

PIUS FOX (Malerei, Photografie)

Pius Fox, Öl auf Leinwand, Ölpapier, S/W-Papierabzüge

Pius Fox, Öl auf Leinwand, Ölpapier, S/W-Papierabzüge

Versuch einer Annäherung

Das Schichten von Farbflächen auf einem Bildträger lässt Malerei entstehen. Jede neue Fläche birgt einen Zusatz an visueller und inhaltlicher Information. Aus dem Zusammenspiel diverser immanenter Faktoren etabliert ein Werk seine eigene Welt. Das Resultat ist die Einheit von Bildraum und Träger; ein spezifisches Objekt, welches sich durch seine Präsenz legitimiert. Die Verbindung von geistiger und körperlicher Aktivität des Malers und verwendeter Materialien ist Basis und Limitierung der Malerei und gleichzeitig ihre Verankerung in der Wirklichkeit.

Das Auslösen einer Belichtung reißt einen Teil aus dem Ganzen des Geschehens und transformiert ihn in ein neues Medium, in etwas Autonomes und Bleibendes. Während die Realität in der nächsten Sekunde den unmissverständlichen Fortlauf des Geschehens liefert; eröffnet gerade das „Still“ einer Photografie viele Lesemöglichkeiten der festgehaltenen Szene. So liegt in der Limitiertheit der Photografie ihr Potenzial an Offenheit begründet. Die Deutungshoheit hat der Betrachter. Die Ablichtung von etwas real Existierendem ist Voraussetzung der Photografie und damit unauflösliche Verbindung zur Realität.

“Taken for Stranger“ zeigt die Malereien und Photografien von Pius Fox in den Projekträumen des APPARTEMENTS. Die Arbeiten sind geprägt von seiner Auseinandersetzung mit dem Wechselspiel von Inhalt und Form, von Gegenwärtigkeit und Abwesenheit. Wie seine favorisierten Ausdrucksmittel stehen auch seine Sujets im Spannungsfeld von Erfindung und Abbildung. Die gemischte Hängung gewährt Einblicke in jeweiligen Möglichkeiten beider Medien und  untersucht, ob ihre Kombination etwas Drittes, Neues entstehen lassen kann.

www.klassebadur.de

Pius Fox, Öl auf Leinwand, Ölpapier, S/W-Papierabzüge

Pius Fox, Öl auf Leinwand, Ölpapier, S/W-Papierabzüge

Pius Fox, Öl auf Leinwand, Ölpapier, S/W-Papierabzüge

Ohne Titel, 18 × 13 cm, Photografie, 2009

Pius Fox, ohne Titel, 18 × 13 cm, Photografie, 2009
Ohne Titel, 37 × 30 cm, Öl auf Leinwand, 2008

Pius Fox, ohne Titel, 37 × 30 cm, Öl auf Leinwand, 2008

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