Dienstag 23.03.10
No.12:
AMIR FATTAL (Installation, Fotografie, Video)

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010
Nach Jahren der künstlerischen Korrespondenz aus der homosexuellen Szene, mit der er Aufsehen erregte und unter anderem den GASAG - Förderpreis erhielt; erweitert Amir Fattal (*1978) seit einiger Zeit den Fokus seiner Arbeit.
Das Leben in der Stadt Berlin, schon länger sein gewählter Wohnsitz; hinterlässt als Prozess vielfache materialisierte Spuren und Strukturen, welche für ihn die Grundlage für neue Themenfindungen bieten. Sein besonderes Interesse gilt hierbei Sammlungen von Relikten einzelner Personen wie z.B. wissenschaftliche Archive oder Nachlassverwaltungen wie z.B. Möbellager, entstanden aus Haushaltsauflösungen. Hier finden die Spuren von Einzelschicksalen, zusammengefasst nach gemeinsamen Merkmalen zu einer Synthese, welche eine allgemeingültige Relevanz auf den Zustand Leben in der Stadt hat. Diese Systeme oszillieren im Kontrast von der Empfindung zum einzelnen Mitmenschen zu der generalisierten Existenz aller Bewohner. Amir Fattal gelingt es, dieses Spannungsfeld in Form von Installationen, Objekten und Fotos in den Ausstellungsraum zu transferieren. Hierbei inszeniert er eine strenge Formensprache und Lichtgebung bewusst monumentalisierend, was dem Betrachter die Möglichkeit einer Reflexion gibt, welche vom „verlebten“ Detail des Monuments bis zu seinen eigenen Bedingungen in dieser Stadt reicht.

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “The last time I was here”, diverse Materialien, Maße variabel, 2010

Amir Fattal, “Hole as complete”, diverse Materialien, 40 × 50 cm, 2010
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